| Unter Wasser atmen zu können,
schweben, eine neue unbekannte Welt entdecken. Wer
hat sich das nicht schon einmal gewünscht.
Schon als Junge war ich fasziniert. In unserem
Pool auf der Terrasse und in den Urlauben mit
den Eltern war ich mehr unter als auf dem Wasser.
Damals nur mit Taucherbrille und teilweise mit
Schnorchel.
Mit 15 machte ich mit Freunden Schnorchelurlaub
am Wallersee. Bei unseren nächtlichen Schnorcheltouren
war tatsächlich ein reges Treiben im See
zu entdecken. Das Gefühl endlos mit dem Schnorchel
am Wasser treiben zu können war grandios.
Wie wäre es gewesen, da unten schwimmen zu
können?
Mein erstes Druckluft-Erlebnis: Schnuppertauchen.
1994 in Zypern. Einmal durchs Pool und zurück
mit Flasche und Lungenautomat. Unglaublich –
ich atmete unter Wasser!
Peter aus Wien – wir haben ihn und seine
Familie in Zypern kennen gelernt – machte
auch mit und entschloss sich gleich einen Tauchkurs
zu machen. Er zog es durch und begann seine Tauchausbildung
gleich nach der Rückkehr aus dem Urlaub in
Wien.
Für mich war nach dem Urlaub der Traum vom
Tauchen wieder vergessen. Ich dachte immer, Tauchen
sei sehr gefährlich, teuer und kompliziert.
Die entscheidende wende kam im Urlaub in Hurghada
im März 2006. „Die Blaue Reise“
hieß der Ausflug mit einem Boot zu zwei
Riffs und auf die Insel Giftun. Ich schnorchelte
– seit langer Zeit endlich wieder. Eine
Stunde beim ersten und eine Halbe beim zweiten
Riff. Die Vielfalt an Fischen in allen Größen
und Farben, Korallen, etc. war unglaublich. Ich
konnte gar nicht genug bekommen und war der letzte
der wieder an Bord kam. Jetzt ging es nicht mehr
anders – ich musste unbedingt Tauchen lernen!
Am ersten Juni-Wochenende ging es los. Ich bereitete
mich schon zwei Wochen vor Beginn des Kurses mit
Buch und DVD auf den PADI-Open Water Diver vor.
Die Theorie mit anschließenden Prüfungen
war echt easy. Am Samstag ging es ins „Bergxi“,
dem Schwimmbad in unserer Gemeinde. Brrrr, es
hatte gerade mal an die 10°C Lufttemperatur
und das Wasser war nicht geheizt. Erste Überraschung:
Der Neoprenanzug hält tatsächlich warm,
und meine größten Bedenken, zu erfrieren,
stellten sich als unbegründet heraus.
Die vielen Übungen unter Wasser waren aufregend.
Ich hatte keine Probleme, bis auf die vollgelaufene
Maske. Zuerste brachte ich einfach keine Luft
aus der Nase raus. Dafür in den Magen rein.
Aber dann ging auch das Ausblasen der Maske gut.
Sonntag und Montag ging es zum Wolfgangsee. Über
die Temperatur, sowohl der Luft wie auch des Sees,
zu berichten erübrigt sich. Wir hatten vier
aufregende Tauchgänge. Leider war die Sicht
auf Grund der vielen Regenfälle sehr schlecht.
Bald danach konnte ich mein Open-Water-Diver Brevet
beim Tauchcenter abholen.
Noch im gleichen Monat begann ich mit der PADI
AOWD-Ausbildung. Die Pflichttauchgänge Tiefe
und Navigation fanden wieder im Wolfgangsee statt.
Dazu nahm ich einen Nachttauchgang im Fuschlsee
und Bergseetauchen und Perfekte Tarierung im Gosausee.
Besonders der Nachttauchgang war ein tolles Erlebnis
und Night-Dives sollten zu meiner besonderen Leidenschaft
werden. Am 16. Juli wurde ich zum AOWD zertifiziert.
Im Juli 2007, ich hatte bereits 60 Tauchgänge,
machte ich den PADI EAN-Nitrox Kurs.
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